Denke weniger in Zimmern, mehr in Bewegungen. Wenn Türflügel nach innen schlagen, verlieren wir wertvollen Spielraum; Schiebetüren, Vorhänge und bündige Griffe respektieren Laufwege. Ein geplanter Parcours von Eingang bis Fenster sorgt dafür, dass Transformationen leise klappen, ohne Stühle zu verrücken oder Routinen zu stören.
Deckenhöhe ist der unbesungene Held kleiner Wohnungen. Hängeschränke mit Leiter, umlaufende Regalbänder über Türstürzen und Hakenleisten unter Konsolen schaffen Luft unten und Ordnung oben. Je höher die Aufbewahrung, desto leichter kann der Boden frei bleiben, sodass Möbel sich mühelos ausklappen oder verschwinden.
Bausteine statt Blöcke: rollbare Elemente, stapelbare Würfel und klappbare Flächen erlauben Tagesabläufe nach Bedarf. Morgens Arbeitsplatz, mittags Yogafläche, abends Esstafel – dieselben Module wechseln Charakter. Klare Raster und einheitliche Maße verhindern visuelles Chaos und erleichtern schnelle Umbauten ohne Werkzeug.

Ein großer Spiegel gegenüber dem Fenster verdoppelt Tageslicht, doch er sollte klare Flächen reflektieren, keine Unruhe. Schmale Spiegelbänder entlang der Türzarge strecken den Durchgang. Antireflex-Beschichtungen schützen abends vor Blendung. Zusammen mit schmalen Konsolen entsteht eine luftige Kulisse, die Bewegung elegant begleitet.

4000 Kelvin am Arbeitsplatz hält wach, 2700 im Schlafbereich beruhigt. Farbige Zonen – etwa salbeigrün beim Lesen, sandig im Essbereich – markieren Funktionen leise. Matte Oberflächen vermeiden Glanzflecken. Eine helle Sockellinie lässt Möbel schweben, während dunkle Sockelleisten die Begrenzung bewusst zeichnen und Proportionen klären.

Grundlicht, Akzentlicht, Aufgabenlicht: Drei Ebenen erzeugen Tiefe. Eine Pendelleuchte bündelt das Abendessen, LED-Strips unter Hängeschränken erhellen Vorbereitungen, ein kleines Spotpaar modelliert Texturen. Dimmer verbinden Stimmungen mit Funktionen. Kabellose Leuchten erleichtern Umbauten, wenn Möbel rollen, falten oder in der Wand verschwinden müssen.